Diese Frage haben sich im Frühjahr 2001, als das Thema Orchesterrat
aktuell
wurde, viele unserer Musiker gestellt.
Schließlich haben wir bis dahin scheinbar
alles sehr gut ohne Orchesterrat
gemeistert. Haben uns mehr oder
weniger gemeinsam um alle möglichen
Belange des Orchesters gekümmert
und, dass es manchmal ein wenig
durcheinander ging, ob nun Vereinsfragen
oder musikalische Dinge zu
klären waren, na ja, wer nahm es denn schon so genau?
Letztendlich waren
wir doch alle Alles, Vereinsmitglieder und Musiker.
Doch gerade die Möglichkeit
nur im Verein Blasmusikfreunde zu sein und
nicht aktiver Musiker bzw. umgekehrt, haben deutlich gemacht
wie notwendig
etwas Abgrenzung tat. Auch veränderte
sich stark das Aufgabenfeld im
Orchester, Noten wollten ausgesucht,
gekauft, verwaltet werden, es kamen
mehr Auftritte hinzu die geplant und abgesichert werden
mussten, die Proben
sollten besser organisiert werden und
Titellisten für das ganze Jahr sollten
vorhanden sein.
Aufgaben über Aufgaben die mal so nebenbei, ohne dass
sich jemand
konkret verantwortlich fühlte, nicht mehr geleistet
werden konnten.
Unser Orchester hat sich über die Zeit auch stark
vergrößert und es wurde
auch wichtig Lösungen für Probleme und Fragen
innerhalb unserer "Familie"
zu finden.
So wurde nun die Frage nach einem Orchesterrat immer vordergründiger
und
wir versuchten mittels Orchesterversammlungen und Diskussionen
über das
Für und Wieder einen solchen ins Leben zu rufen.
Im Mai 2001 war es dann so weit und es wurde der 1. Orchesterrat
des
Blasorchester Köpenick gewählt.
Aber ach, die Vorsätze und der Willen so gut, doch
die Umsetzung der gestellten
Aufgaben so schwierig. Und was waren denn genau die
Aufgaben des
Orchesterrates? Viele "verpatzte" Aufgaben führten
zu noch mehr Rügen und
zwischenzeitlich zu recht gespannten Verhältnissen.
Ab und an kam sich der junge Orchesterrat vor wie ein Kind,
das vor allem aus
nachgewiesenen Fehlern und aufgezeigten Versäumnissen
lernte.
Nun ja, mehrere Jahre und mehrere Wahlen später kann
man nur sagen . . . .
. . . . . er hat gelernt, und wie !
