| Holger Wersig, Gründungsmitglied, Pauken Gegründet wurde unser heutiges Orchester am 13.September 1967 als Fanfarenzug Köpenick unter der Leitung von Helmut Wahsner und Günter Seifert. Einem damaligem Aufruf der Abteilung Volksbildung,folgend fanden sich ca. 30 Schülerinnen und Schüler der 4. 5. und 6. Klassen zum gemeinsamen musizieren. Jeder Schüler hatte den Auftrag nicht genutzte Instrumente aus dem Pionierleiterzimmer seiner Schule mit zubringen. Um 15.30 Uhr trafen sich alle Interessierte im “Pionierpark Ernst Thälmann” in der Berliner Wuhlheide. In einem Bungalowdorf, in dem wir übrigens über viele Jahre unsere erste Heimstätte gefunden hatten, erklangen erste Töne von der Fanfare und der Marschtrommel. Nach Können und Gehör wurde eine Grobeinteilung der Instrumente vorgenommen. Günter Seifert war für die Fanfaren und Helmut Wahsner für die Schlagwerker zuständig. Wer mit der Fanfare nicht umgehen konnte wurde Trommel, auch umgekehrt. Es blieb niemand ohne Instrument! Und wichtig ist auch, alle waren hell begeistert! Mit den Worten von Helmut Wahsner „Ich mache euch zu einem der besten Klangkörper der Republik“ sollte er Recht behalten. |
| Ende Juni 1967 erhielten wir gerade in der Schule unsere Zeugnisse. Ich habe die Versetzung in die 8. Klasse geschafft. Ab nächstes Schuljahr gehöre ich zu den "Grossen". Nach der letzten Stunde ruft mich doch noch unser damaliger Pionierleiter zu sich und meinte, da ich immer auf der im Pionierleiterzimmer rumstehenden Fanfare rumgetrötet habe , ich solle die Trommel und die Fanfare mitnehmen und im September diesen Krempel zur Gründung eines Fanfarenzuges in der Wuhlheide mitnehmen. Gesagt getan. In den Ferien habe ich zu Hause auf der Fanfare rumgetrötet; super Ferien verlebt und , am 13. September 1967 (ein Mittwoch) erscheine ich in der Wuhlheide (Pionierpark) auf dem Gelände der Ferienspiele der Volksbildung des Stadtbezirks Köpenick (uff). Ungefähr 40 Jungens waren da (keine Mädchen?). Jeder gab den mitgebrachten Pionierzimmerschmuck (olle Fanfaren und Trommeln) ab und musste dann sagen was er spielen wolle. Die Trommler mussten dann einen 5'er Schlag nachtrommeln und die Fanfarenbläser einen Ton auf der Fanfare herausquetschen. Ich habe gleich mal ein Phantasiesignal hingeschmettert und die beiden Gründer, Helmut Wahsner und Günter Seifert waren hellauf begeistert. Seitdem treffen wir uns nun jeden Mittwoch zur Probe. Damals war die Zielstellung, dass wir zum 1. Mai 1968 das erste mal auftreten sollten. Bis dahin haben wir 3 Märsche einzustudieren und dabei auch noch zu marschieren (aber im Gleichschritt). Ich selber war schon bei der Gründung im September Mitglied der FDJ und war im Fanfarenzug Köpenick der älteste Musiker. Wie es immer so ist gab es in der Anfangszeit viele Zu- und Abgänge, was die Ersteinstudierung der Titel erschwerte. Da wir im Winter nicht in der Wuhlheide proben konnten zogen wir in ein Winterquartier und probten bis März 1968 im Schulklub der Hoernle-Schule in Köpenick Nord. |